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21.11.2016 Bildungsministerium Thüringen unterzeichnet erneut Vereinbarung mit Freudenberg Stiftung

Seit 2013 kooperiert die Freudenberg Stiftung sehr erfolgreich mit dem Bildungsministerium in...






 

Lernen durch Engagement (LdE) ist geeignet für alle Schulformen, Altersstufen und Unterrichtsfächer. Es können ganz unterschiedliche Themen beim Engagement bearbeitet werden, und LdE kann individuell an die Bedingungen jeder Schule angepasst werden. Bei aller (gewünschten) Vielfalt gibt es jedoch wichtige gemeinsame Kennzeichen von LdE-Vorhaben, die bei der Planung und Umsetzung Orientierung geben. Aus der Forschung zu Service-Learning wissen wir, dass diese zentralen Merkmale eng mit den positiven Wirkungen zusammenhängen, die Service-Learning auf die Kompetenzentwicklung der Schüler*innen hat. Sie werden deshalb auch als Qualitätsstandards bezeichnet.

 

 

1. Realer Bedarf

Das Engagement der Schüler*innen bei LdE reagiert auf einen realen Bedarf. Sie übernehmen dabei Aufgaben, die von allen Beteiligten als sinn- und bedeutungs-voll wahrgenommen werden. "Wir tun etwas Nützliches, das wirklich gebraucht wird."

 

 

2. Curriculare Anbindung

Service-Learning ist Teil des Unterrichts, und das Engagement der Schüler*innen wird mit Unterrichtsinhalten verknüpft. "Was wir in der Schule lernen, ist gar nicht langweilig - es macht Sinn und wir können es jetzt besser verstehen. Es hilft uns, etwas zu bewegen."

 

 

3. Reflexion

Es findet eine regelmäßige und bewusst geplante Reflexion der Erfahrungen der Schüler*innen statt. "Wir denken über das nach, was wir im Engagement erleben und überlegen, was wir daraus lernen."

 

 

4. Schülerpartizipation

Die Schüler*innen sind aktiv an Planung, Vorbereitung und Ausgestaltung des LdE-Projekts beteiligt. "Wir können mitbestimmen, wofür wir uns einsetzen wollen."

 

 

5. Engagement außerhalb der Schule

Das praktische Engagement der Schüler*innen findet außerhalb der Schule und in Zusammenarbeit mit Engagementpartnern statt. "Wir dürfen uns in der echten Welt erproben und lernen viele interessante Menschen kennen."

 

 

6. Anerkennung und Abschluss

Das Engagement und die Leistungen der Schüler*innen werden durch Feedback im gesamten Prozess und bei einem anerkennenden Abschluss gewürdigt. "Wir werden bei Engagement und Lernen gut begleitet und spüren, dass allen Beteiligten unser Einsatz wichtig ist."

 

   

Ausführliche Hinweise zu den Qualitätsstandards und ihrer Umsetzung finden Sie in folgenden Quellen:


Seifert, A. & Zentner, S. (2010). Service-Learning - Lernen durch Engagement: Methode, Qualität, Beispiele und ausgewählte Schwerpunkte. Eine Publikation des Netzwerks Lernen durch Engagement. Weinheim: Freudenberg Stiftung.
[hier zum Download verfügbar]


Seifert, A., Zentner, S. & Nagy, F. (2012). Praxisbuch Service-Learning. "Lernen durch Engagement" an Schulen. Weinheim: Beltz
[Einblick ins Buch beim Beltz-Verlag]